Pfarrkirche zum Hl. Ulrich mit Bilderzyklus in Plaus

Entlang der Steinmauer der Pfarrkirche in Plaus im Vinschgau (Südtirol), wurde in 18 Szenen der Bilderzyklus, Plauser Totentanz, vom Maler Luis Stefan Stecher erschaffen.

18 Sinnsprüche im schönsten Südtiroler Dialekt, passend zur jeweiligen Szene, zieren die Friedhofsmauer der Plauser Pfarrkirche zum Hl. Ulrich:

” Maschgra Joor fir Joor – Dr. Toat raisst dir si oar ”

“Laich isch Laich, isch olm lai Laich, pann huamgian saimr olle gleich”

“Lotter, Paur unt Gaischtlichkeit – kuanr woass di Schtund, di Zait”

Das kleine Dörfchen Plaus, nahe Naturns, mit seinen ca. 600 Einwohnern hat eben neben seiner Beschaulichkeit auch noch diese Besonderheit zu bieten.

Die gotische Pfarrkirche zum HL. Ulrich, dessen romanischer Turm noch aus dem Jahre 1164 stammt wird samt dem kleinen Friedhof von einer Steinmauer umgeben. Der Vinschgauer Maler Luis Stefan Stecher hat an deren Außenwand eindrucksvoll in 18 Szenen, den, mit uns durch das Leben tanzenden Tod, den “Plauser Totentanz” festgehalten. Als ständiger Begleiter in allen Lebenslagen, versehen mit humorvollen und tiefgründigen Sprüchen wurde dieser farbenprächtige Bilderzyklus im Jahre 2001 geschaffen.

Bahnhof Plaus: ca. 5 Minuten Gehzeit

Eine andere Besonderheit, wenn auch viel älteren Ursprungs befindet sich auf Schloss Runkelstein in Bozen. Die dortigen Wandmalereien (um 1390/1400) spiegeln das höfische Leben wieder wie z.B. das höfische Ballspiel und der Reigentanz der adligen Herrschaften.