Völs am Schlern – Südtirol

Voels am Schlern

Völs am Schlern umfaßt ein Gemeindegebiet mit ca. 3500 Einwohnern. Der Ort Völs wurde bereits 888 urkundlich erwähnt, doch reicht die Besiedlung bis in die prähistorische Zeit zurück wovon Funde am “Peterbühel” zeugen.

Kleine idyllische Dörfer wie Ums 930 m.ü.d.M. ca. 200 Einwohner, Prösels oder Sankt Konstantin (900 m.ü.d.M) mit seinen traditionsbewussten Bauernhöfen schmiegen sich auf sanfte Hügel unter dem mächtigen Schlern (2563m). In seiner atemberaubenden Naturlandschft lädt das Schlerngebiet zu ausgedehnten Wanderungen ein oder zu gemütlichen Rundwanderwegen wie der beliebte Oachner Höfeweg.

Einen schönen Rundumblick gewährt das auf einen einsamen Hügel erbaute Kirchlein Sankt Konstantin. Dem romanischen Turm aus dem 13. Jahrhundert wurde im 18. Jahrhundert ein Tambour und eine Zwiebelkuppel aufgesetzt. An der Außenseite des romanischen Turms prangt die leider sehr verwitterte Gestalt des Heiligen Christophorus (ca. 1420).

Ein sehr interessantes Kleinod der sakralen Baukunst ist die Sankt Katharinakapelle in Ried von Völser Aicha. Im Jahre 1983/85 erfolgte eine umfassende Restaurierung des Baus und der Fresken. Unter dem Vordach an der Südmauer der Sankt Katharinakapelle lädt ein Freskenzyklus, unter anderem aus dem Leben der Heilige Katharina, zum Verweilen und Betrachten ein. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich das beschauliche kleine Bergdorf Tiers mit den ausgezeichneten Wanderwegen in den Naturpark Schlern – Rosengarten.

Der Oachner Höfeweg gilt als beliebter Wanderweg der in Völser Aicha seinen Anfang nimmt, entlang der Ortschaft Prösels, vobei am schönen Schloss Proesels bis nach Sankt Kathrein. Der Wanderweg führt durch eine sorgsam gepflegte Natur- und Kulturlandschft vorbei an historischen Bauernhöfen. Einige dieser historischen Bauernhöfe sind Buschenschänke die mit Südtiroler Spezialitäten aufwarten.

Nicht unerwähnt soll der beliebte Badesee “VÖLSER WEIHER” sein. Am Fuße des Schlern inmitten eines Waldgebietes und durch sein intaktes Ökosystem hat der See eine ausgezeichnete Wasserqualität. Der 350 lange Kunstsee wurde im 16. Jahrhundert von den Herren von Völs angelegt und dient heute als Badesee.

Legende zum Ansitz Zimmerlehen in Obervöls

Auf Zimmerlehen wurde einst eine der schönsten Waffen aufbewahrt. Der Teufel der im sogenannten Teufelsloch hauste, hatte ein Auge daraufgeworfen und wollte diese unbedingt haben. Doch der Ansitz Zimmerlehen wurde von seinen Bewohnern sehr gut bewacht, sodaß der Teufel nicht ins Haus kam. Da ließ er mit Hilfe der Schlernhexen ein fürchterliches Unwetter heraufziehen, daß die Bewohner des Ansitzes fluchtartig das Haus verließen und Schutz bei den Nachbarn suchten. Nun war der Augenblick gekommen, der Teufel konnte ins Haus nahm die kostbare Waffensammlung und trug sie unter ohrenbetäubenden Rasseln und Klirren davon. Man hat nie wieder etwas von den Waffen gefunden.

In Überlieferung von: E.H. Chiusole