Tiers am Rosengarten in Südtirol

Tiers

Tiers am Rosengarten 1028 ü.d.M. liegt mitten im Wanderwegnetz zwischen Seiseralm und Rosengarten. Am Dorfeingang von Tiers empfängt uns eine alte Wassermühle. Mit dieser wasserangetriebenen Mühle wurde in Tiers, seit dem Bestehen des Ortes Korn gemahlen.

Zahlreiche geführte Wanderungen führen von Tiers in den einzigartigen Naturpark Schlern – Rosengarten. Besonders reizvoll ist der Geologensteig. Eine Zeitreise die im Naturpark Schlern – Rosengarten stattfindet.
270 Millionen Jahre Erdgeschichte sind im Naturpark Schlern – Rosengarten aufgezeichnet. Die unterschiedlichsten Gesteinsschichten geben darüber Auskunft und versprechen eine interessante Reise in die Vergangenheit dieses Gebietes bis zur Gegenwart.

Die Pfarrkirche zum Heiligen Georg wurde erstmals im Jahre 1257 genannt. Aus dieser Zeit stammt noch der untere Teil des Turms mit seinen romanischen Rundbogenfenstern, die ausladende Zwiebelhaube wurde 1738 aufgesetzt.

Die erholsamen Wanderwege in Tiers führen durch eine noch weitgehend naturbelassene Wiesen- und Waldlandschaft und gewähren einen großartigen Blick auf die Rosengartenkette.
Eines dieser beschaulichen Wanderwege führt am idyllisch gelegenen Sankt Sebastian Kirchlein vorbei. Im Pestjahr 1635 gelobten die Tierser Bewohner ein Gotteshaus zu Ehren des Pestheiligen Sankt Sebastian zu bauen, wenn die Pest das Tal verlassen würde.

Einer Sage zufolge wurde die Sankt Sebastian Kapelle an eben dieser besonderen einsamen Stelle am Waldrand gebaut. Nachdem die Pest das Tierser Tal verlassen hatte, wollten die Tierser Bewohner ihr Versprechen eine Kapelle zu Ehren Sankt Sebastians zu bauen einlösen. Nur wußten sie nicht wo die Kapelle errichtet werden sollte. Also spannten sie zwei schwarze Ochsen vor einen Karren, legten eine Totentruhe mit einer Pestleiche drauf und ließen die Ochsen allein taleinwärts traben. Nach einer Weile blieb das Ochsengespann stehen und waren nicht mehr weiterzubringen. Die Tierser begruben nun an dieser Stelle den Leichnam und bauten über dem Grab das Sankt-Sebastian-Kirchlein.

Entnommen aus: Die schönsten Sagen aus Südtirol – von Karl Paulin