Lana (300 m ü.d.M.) in Südtirol

Lana liegt im Norden von Italien in der Provinz Südtirol. Lana liegt 300 m ü.d.M. und zählt ca. 11.000 Einwohner. Lana ist eine langgezogene Ortschaft am Rande der Etschtalebene und wird in Ober-, Mitter- und Niederlana eingeteilt. Zu Lana gehören noch die Fraktionen Völlan, 700 m ü.d.M. Ackpfeif 500 m ü.d.M. und Pawigl 1200 m ü.d.M. das am Südhang des Vigiljochs 1743 m ü.d.M. liegt.
Erste urgeschichtliche Siedlungen im Raum Lana fand man auf den Hügelkuppen der Fraktionen Ackpfeif und Völlan, sowie auf dem Hügel von Schloss Braunsberg, dessen Südseite am Eingang der Gaulschlucht, in schwindelerregenden Höhe von 100 Metern auf einer steilen Felsenkuppe thront.
Die in seinen Fragmenten ältesten erhaltenen Gebäude dürften wohl das Sankt Margrethenkirchlein, das auf sanfter Anhöhe am heutigen Brandiser Waalweg von Ober- nach Niederlana liegt und die Sankt Georg Kirche, die einsam gelegen am Fuße der Fraktion Völlan gebaut wurde, sein. Laut einer Überlieferung wurde die Sankt Margarethen Kirche von der oströmischen Gemahlin Kaiser Otto II., Theophanu, im Jahre 981, als Dank für einen heil überstandenen Unfall, eben an dieser Stelle, gestiftet.

Im 13. Jahrhundert wurden die Leonburg in Ackpfeif, Schloss Braunsberg, die Burg Brandis in Lana und die Mayenburg und Werrenberg in der Fraktion Völlan erbaut. Die Burgruine Brandis befindet sich auch heute noch im Besitz der Grafen von Brandis und wurde bis 1807 bewohnt. Wuchtig, auf einer kleinen Anhöhe in Niederlana von ca. 380 m befindet sich der Burgturm, zu seinen Füßen der Golfplatz, und der Brandis Waalweg.

In den letzten Jahrzehnten trat wieder vermehrt die Erhaltung der vielen Kleinkunstdenkmäler und Restaurierung bzw. Wiederherstellung der ursprünglichen Wandmalereien in Sakralbauten ins Bewußtsein einiger wenigen. Somit wurden diese schönen Zeugnisse aus der Vergangenheit der heutigen Zeit erhalten und bereichern Auge und Herz, wie die kleinen Kirchen Sankt Agatha auf der Wiese, Sankt Margarethe, Sankt Peter, Heiliger Johannes Nepomuk. Eine Ausnahme ist die Kapelle zum Heiligen Ulrich. Erstmals genannt wurde sie im Jahre 1285. Im Jahre 1889 wurde sie in ein Wohnhaus umgewandelt.

Heute ist Lana eine blühende Marktgemeinde, geschaffen von unzähligen fleißigen Händen. Drei große Kirchen beherrschen Lana, die Kapuzinerkirche zur “Heiligen Anna und Joachim” in Oberlana, die “Heilig Kreuz” Kirche im Zentrum und die alte Pfarrkirche “Maria Himmelfahrt” in Niederlana.

Wirtschaftlich wichtig ist neben dem Handwerk (Handwerkerzone), Industrie (Industriezone) und Tourismus besonders der Apfelanbau, der ca. 10 % der Südtiroler Gesamternte ausmacht. Diesem wichtigen Erwerbszweig der Bevölkerung von Lana wurde im Südtiroler Obstbaumuseum ein Denkmal gesetzt. Trotz der Modernisierungen, die sich unweigerlich im Laufe der Zeit in Lana eingestellt haben und denen auch ein paar sehenswerte Häuser und alte Höfe zum Opfer fielen, haben sich doch noch einige dieser alten Bausubstanzen in Lana behaupten können oder wurden behutsam saniert.
Die heutige Einkaufsstraße “Am Gries” ist der historische alte Ortskern von Oberlana wo sich einige dieser alten Bausubstanzen befinden. Der schönste wird wohl der “Thaler am Gries” sein. In dessen Durchgangspassage findet jährlich ein kleiner Weihnachtsmarkt statt. Auch die Organisatoren von LanaLive nutzen die malerische Kulisse des Innenhofes vom “Thaler am Gries” Der Ansitz Rosengarten, ein Barockbau, heute wird der Ansitz Rosengarten für kulturelle Veranstaltungen genutzt, findet sich in unmittelbarer Nähe.

Ausflugsziele die von Lana aus unter anderem erreichbar sind:
Der Skulpturenwanderweg, der Brandiswaalweg, die romantische Gaulschlucht, die Fraktion Pawigl und die Seilbahn nach Vigiljoch.
In Oberlana der Waalweg zum Tauferer Badl nach Tscherms.

Der Gampenpass (18 km) mit seinen ausgedehnten Wanderwegen u. a. zum großen Laugen – kleinen Laugen, die Fraktionen Völlan (4 km) und Ackpfeif (5 km), die Gemeinde Tisens (7 km) mit Wanderung nach Sankt Hippolyt und das Renaissanceschloss Katzenzungen, zum Vorbichl Erlebnisweg, und dem Wanderweg Filzkunst in der freien Natur.

Ein weiteres Highlight der traditionellen Handwerkskunst ist der Internationale Keramikmarkt, der alle zwei Jahre in Naturns (ca. 18 km) abgehalten wird. Unweit von Naturns, ca. 5500 Einwohner, befindet sich die kleine Gemeinde Plaus, ca. 7oo Einwohner. Im Jahre 1270 erstmals urkundlich erwähnt, deren beeindruckende Pfarrkirche zum Hl. Ulrich mit einem Bilderzyklus, dem Plauser Totentanz, geschaffen vom Vinschgauer Maler Luis Stefan Stecher, aufwarten kann.

7 km sind es bis zur Kurstadt Meran wo sich unter anderem die Wandelhalle und Passerpromenade befindet. Der große Weihnachtsmarkt in Meran bringt diese alljährlich in eine zauberhafte weihnachtliche Stimmung.

Für Fahrradliebhaber und Mountainbiker gibt es ein ausgedehntes Fahrradwegnetz.
Das internationale Mountainbikerennen in Nals findet jährlich statt.